Analabszess

Ein Analabszess ist eine stark schmerzhafte, eitrige Entzündung, die vom Enddarm ausgeht und sich meist bis unter die Haut ausbreitet. Dort ist sie oft neben dem After äußerlich erkennbar. Es gibt aber auch in der Tiefe liegende Befunde die von außen nicht getastet oder gesehen werden können. Die typischen Symptome sind Schmerzen, Fieber und ein deutlich reduziertes Allgemeinbefinden.

Die Diagnose ist in den meisten Fällen eine Blickdiagnose, in ausgewählten Fällen bedarf es einer proktologischen Untersuchung ggf. auch mit einer Ultraschalluntersuchung des Enddarmes.

Abszesse (Ursache sind nicht selten Analfisteln) beginnen oft am Oberrand des Afterkanales in den Analkrypten (Grübchen). Diese haben oft Anschluss an die sog. Proktodealdrüsen, die zwischen inneren und äußeren Schließmuskel liegen. Durch Eindringen von Darmkeimen entzünden sich die Drüsen und deren Gänge. Eine Fistel oder ein Abszess entsteht.

Es ist eine schnelle chirurgische Therapie erforderlich um eine Ausbreitung der eitrigen Entzündung und die damit einhergehender Schädigung des Gewebes (z.B. Schließmuskel) zu verhindern.

Dazu wird der Abszess in Vollnarkose breit eröffnet, die Wunde verbleibt offen. Dies soll sicherstellen, dass Eiter und Keime auch weiterhin abfließen können und es nicht zu einer erneuten Abszessbildung kommt.

Für gewöhnlich heilen diese Wunden innerhalb weniger Wochen aus der Tiefe heraus zu, dabei ist die Reinigung der Wunde durch regelmäßiges Ausduschen von entscheidender Bedeutung.

Die Kontrolluntersuchung nach ca. 3 Monaten in der proktologischen Ambulanz ist unbedingt notwendig, da sich relativ häufig sog. Analfisteln bilden können.

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